Zum 1.4.2017 treten wichtige Neuregelungen im Bereich der Zeitarbeit in Kraft.

25. September 2017 | Allgemein

Arbeitnehmer dürfen zeitlich nicht mehr unbegrenzt an denselben Kunden überlassen werden. Es wird also eine Überlassungshöchstdauer eingeführt.

Die Vergütung wird sich in zahlreichen Fällen weiterhin an den in vielen Branchen bereits geltenden Bran-chenzuschlagstarifverträgen orientieren. Sie sehen Zuschläge vor, die umso höher ausfallen, je länger ein Zeitarbeitnehmer im selben Einsatzbetrieb eingesetzt ist. Wenn kein solcher Branchenzuschlagstarifvertrag angewendet wird, ist nach neun Monaten der Einsatzzeit das Arbeitsentgelt zu zahlen, das ein vergleichbarer Stammarbeitnehmer im Kundenbetrieb erhält. Allerdings besteht dann kein tariflicher Anspruch auf Zuschläge in den ersten neun Monaten der Überlassung.

Im Vergleich zum gesetzlichen Equal Pay ab dem 10. Einsatzmonat haben die Branchenzuschlagstarifverträge für die Arbeitnehmer also den Vorteil, dass Lohnerhöhungen schon nach kurzen Einsatzzeiten von vier oder sechs Wochen eintreten.